Energienews


27.11.2020

Verbände kritisieren geplante Einstellung der Energieagentur NRW

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet  wenden sich mehrere Energie- und Verbraucherverbände gegen die  Entscheidung, die bisherige Energieagentur NRW einzustellen.   

Die Verbände empfehlen in ihrem offenen Brief dringend, die Energieagentur NRW in der bewährten Form weiterzuführen. Sie formulieren ihr Unverständnis, dass die Einstellung der Beratungseinrichtung zum Ende des Jahres 2021 geplant ist. „Die Arbeit der Energieagentur NRW wird bundesweit als eines der leuchtenden Beispiele dafür wahrgenommen, wie gute Informationsarbeit über Energieeffizienztechnologien und den praktischen Einsatz Erneuerbarer vom Privathaushalt über die Wohnungswirtschaft, Hotellerie- und Gastwirtschaft sowie Gewerbe bis hin zur Industrie optimal praktiziert werden kann“, schreiben unter anderem die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), der Bund der Energieverbraucher und der Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting (Vedec) in ihrem gemeinsamen offenen Brief.  Die bestehende Reputation in NRW und auch die hervorragende Arbeit für die Bürger und Unternehmen in NRW sehen die unterzeichnenden Verbände durch die nicht nachvollziehbare Ankündigung gefährdet, die Energieagentur NRW abzuwickeln.

NRW-Wirtschaftsminister kündigte neue Energie- und Klimaagentur an

In einer Pressemitteilung hatte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Ende September angekündigt, die bisherigen Initiativen im Bereich Klimaschutz und Energie unter dem Dach einer neuen Energie- und Klimaagentur bündeln zu wollen. Unter einem gemeinsamen Dach, mit neuer Marke, neuer Ausrichtung und angepassten Schwerpunkten solle die neue Landesgesellschaft die Zielgruppen Bürger und Mittelstand, Industrie und öffentliche Verwaltung für zusätzliche Anstrengungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der perspektivisch klimaneutralen Sektoren gewinnen und dabei unterstützen. Die erweiterte Gesellschaft werde private Dienstleister einbeziehen und beauftragen und damit das am Markt verfügbare und bislang bereits eingebundene Know-how auch künftig für ihre Ziele aktivieren.

Verbände: Know-how und Expertise gehen verloren 

Die Verbände halten von der Idee nicht viel. In ihrem offenen Brief weisen sie daraufhin, dass die neue Agentur mit lediglich 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern starten soll und die Belegschaft erst bis zum Jahr 2024 auf 120 ausgebaut werden soll. Die jetzige Energieagentur beschäftige dagegen 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Verbände fürchten, durch die Entscheidung gehe das in 30-jähriger Arbeit aufgebaute Expertenwissen sowie die gut funktionierenden Prozesse der Energieagentur NRW verloren, die dann erst wieder mühsam über einen längeren Zeitraum erneut aufgebaut werden müssten. Ihr Fazit lautet: „In Anbetracht der anstehenden Herausforderungen der Energiewende erscheint uns dieses Vorgehen kontraproduktiv – auch im Hinblick der spezifischen Herausforderungen, die durch den beschlossenen Kohleausstieg und dem damit folgenden erforderlichen Strukturwandel in NRW zu bewältigen sind.“ Quelle: Vedec / jb

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